DENA bearbeiten am Schreibtisch in der Industrie

Digitale Geschäftsideen zur Energieeffizienz in der Industrie haben hohe Erfolgschancen

Laut einer Expertenbefragung der Deutschen Energie-Agentur (dena) sehen über 60 % der Experten aus dem Energiebereich sehr hohe Erfolgschancen für neue digitale Geschäftsmodelle zur Nutzung von Effizienzpotenzialen beim Stromverbrauch in Industrie und Gewerbe. „Die Digitalisierung entwickelt sich zusehends zum Treiber der Energiewende. Neue Geschäftsmodelle für Energieeffizienz auf einem bedeutenden Zukunftsmarkt sind wichtig für den Innovationsstandort Deutschland“, erklärte der Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, Andreas Kuhlmann, jetzt im Rahmen der Hannover Messe. „Für eine erfolgreiche Positionierung im internationalen Wettbewerb wird es darauf ankommen, das momentan vorherrschende innovationsfreudige Umfeld für digitale Energiewendedienstleistungen zu festigen und weiter auszubauen.“

Durch die dena wurden „15 Thesen auf dem Weg in eine digitale Energiewelt“ zusammengestellt. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den zentralen Chancen und Herausforderungen für die Energiebranche bei der Digitalisierung. Die 15 Thesen basieren auf einer Stellungnahme von Marktteilnehmern, die im Rahmen des dena-Projekts „Digi4E“ vorgestellt und diskutiert wurden.

Chancen und Herausforderungen für Deutschland und die Gesellschaft

These 1: Digitalisierung steigert die Kosteneffizienz und bringt volkswirtschaftliche Vorteile mit sich.

These 2: Die Digitalisierung der Energiewelt fördert den Export der Energiewende.

These 3: Unter den aktuellen Rahmenbedingungen können sich die Potentiale der Digitalisierung zur Systemintegration dezentraler und fluktuierender erneuerbarer Energieerzeugung noch nicht optimal entfalten.

These 4: Hohe allgemeine, digitale Qualitätsstandards sind Voraussetzung für ein Mindestmaß an Datensicherheit und bieten die unerlässliche Grundlage für anwendungsspezifische Sonderregelungen.

These 5: Die Optimierung über Sektorgrenzen hinweg wird erst durch die Digitalisierung ermöglicht.

These 6: Die Digitalisierung bietet das Potential, die derzeit bestehenden, zentralen Märkte und Erlösmöglichkeiten für eine zunehmend dezentrale Struktur von Erzeugung und Verbrauch zu öffnen.

These 7: Eine weitreichende und zeitnahe Vereinheitlichung existierender Standards und Schnittstellen digitaler Hard- und Software im internationalen Raum ist zu empfehlen, um gewinnbringende (Export-) Chancen für deutsche Unternehmen zu verbessern.

These 8: Frühzeitiger und breit angelegter Meinungsaustausch über digitale Kanäle erhöht die Akzeptanz der Energiewende.

Chancen und Herausforderungen für Unternehmen und Märkte

These 1: Digitalisierung steigert die Kosteneffizienz und bringt volkswirtschaftliche Vorteile mit sich.

These 2:
Die Digitalisierung der Energiewelt fördert den Export der Energiewende.

These 3:
Unter den aktuellen Rahmenbedingungen können sich die Potentiale der Digitalisierung zur Systemintegration dezentraler und fluktuierender erneuerbarer Energieerzeugung noch nicht optimal entfalten.

These 4:
Hohe allgemeine, digitale Qualitätsstandards sind Voraussetzung für ein Mindestmaß an Datensicherheit und bieten die unerlässliche Grundlage für anwendungsspezifische Sonderregelungen.

These 5:
Die Optimierung über Sektorgrenzen hinweg wird erst durch die Digitalisierung ermöglicht.

These 6:
Die Digitalisierung bietet das Potential, die derzeit bestehenden, zentralen Märkte und Erlösmöglichkeiten für eine zunehmend dezentrale Struktur von Erzeugung und Verbrauch zu öffnen.

These 7:
Eine weitreichende und zeitnahe Vereinheitlichung existierender Standards und Schnittstellen digitaler Hard- und Software im internationalen Raum ist zu empfehlen, um gewinnbringende (Export-) Chancen für deutsche Unternehmen zu verbessern.

These 8:
Frühzeitiger und breit angelegter Meinungsaustausch über digitale Kanäle erhöht die Akzeptanz der Energiewende.
Chancen und Herausforderungen für Unternehmen und Märkte

These 9: Digitale Plattformen werden bestehende Geschäftsmodelle insbesondere dort in Frage stellen, wo Mehrwert durch Vereinfachung geboten werden kann und zusätzliche Leistungen und Services integriert angeboten werden.

These 10:
Die Kraft ihres bestehenden (Daten-) Netzwerks und ihre Kapitalmacht eröffnen den großen Playern der digitalen Geschäftswelt (z. B. Google, Facebook, u.a.) ungeahnte Möglichkeiten in neuen Markt- und Geschäftsfeldern der Energiewelt.

These 11:
Das unternehmerische Risiko von Langfristentscheidungen (>5 Jahre) erhöht sich durch die Digitalisierung.

These 12:
Volatile Energiepreise wirken als Treiber für digitale Geschäftsmodelle in der Energiewelt.
Chancen und Herausforderungen für Kunden

These 13:
In Zeiten der Digitalisierung ist eine neue, individuelle Nutzenbewertung, die über rein finanzielle Anreize hinausgeht, erforderlich.

These 14:
Unternehmen und Haushalte werden immer mehr von rein passiven Energieempfängern zu aktiven Teilnehmern im Energiesystem.

These 15:
Der Kunde ist der Souverän über seine Daten. Daher kann auch allein der Kunde die notwendige Abwägung zwischen der Freigabe persönlicher, digitaler Daten und dem Eigeninteresse am Schutz selbiger Daten treffen.

 

Quelle: dena.de

Foto: Dominik Marx