Neues Förderprogramm von BAFA und KfW

Energieeffizienz und Prozesswärme anhand eines wachsenden Stapels aus Geld aus dem Pflanzen wachsen

Neues Förderprogramm: “Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ 

Seit dem 01. Januar 2019 gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Energie (BAFA) ein neues Investitionsprojekt. Das Förderprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ führt zu einer Minimierung der Energiekosten durch hocheffiziente Technologien.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Förderprogramme für Unternehmen erleichtert. Statt viele verschiedene Programme mit unterschiedlichen Förderungsgegenständen und unterschiedlichen Voraussetzungen gibt es seit dem 01. Januar 2019 ein einfacheres Förderprogramm. Es soll die Investition in energieeffiziente Prozesse erleichtern und einen Überblick über die Finanzierungs- und Unterstützungsmethoden (Kredit 295) geben. Einige der Ziele sind, den Primärenergieverbrauch von 2008 um 50 % zu senken, den Ausbau von erneuerbaren Energien zu unterstützen und die bereits eingesetzten Energien effizienter zu nutzen.

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen.

Was wird gefördert?

Es stehen vier verschiedene Fördermodule zur Verfügung:

  • Modul 1: Querschnittstechnologien
  • Modul 2: Prozesswärme aus erneuerbaren Energien
  • Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software
  • Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Zu Modul 3:

Hier werden die Installation und der Kauf von Systemen zum Monitoring (Energiemanagement-Software) und der effizienten Regelung von Energieströmen zur Einbindung in ein Energie- oder Umweltmanagementsystem oder in ein alternatives System gefördert. Des Weiteren wird die Schulung zur Energiemanagement-Software von der KfW und dem BAFA unterstützt.

Auch Messtechnik und Sensorik ist als stationäre Hardware förderfähig. Dazu gehört unter anderem Messtechnik für Strom, Spannung, elektrische Leistung, Temperatur, Wärme- und/oder Kältemenge, Volumenstrom (flüssig, gasförmig), Beleuchtungsstärke und Druckluftmenge.

Das antragstellende Unternehmen braucht ein bereits bestehendes Eco-Management and Audit Scheme, Energie- oder Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder muss sich in einem Zertifizierungsprozess befinden.

Außerdem ist für die Antragsstellung ein Mess-, Steuer-, und Regelungskonzept erforderlich.

Für oben genannte Konzepte liegen folgende Vorgaben zugrunde:

  • Messtechnik und Sensorik, Datenerfassungsplan gemäß 5.9 der DIN ISO 50015:2018-04
  • Steuerungs- und Regelungstechnik, Wirkungsplan gemäß DIN IEC 60050-351:2014-09

Wer wird gefördert?

Bei einem Standort in Deutschland:

  • Private Unternehmen
  • Contractoren
  • Kommunale Unternehmen
  • Freiberuflich Tätige

Das Programm läuft voraussichtlich bis zum 31.12.2022.

Quelle: KfW

Foto: Pixabay